E-Commerce Trends Schweiz

von Philipp Breitenmoser (Kommentare: 0)

Gemäss dem Bundesamt für Statistik (Veröffentlichung 11.8.2016) ist die Schweiz beim E-Einkauf europäischer Spitzenreiter (Abbildung 1). Beim E-Verkauf hingegen ist die Schweiz nicht vorne dabei. Es besteht also noch viel Potential und die Schweizer können von den Fehlern aus dem Ausland lernen und so effizient aufholen. Daher ist es wichtig, die Trends zu kennen und daraus die richtige Strategie abzuleiten. Konvertigo hilft Ihnen!

Abbildung 1: Einkäufe und Verkäufe über das Internet im internationalen Vergleich, 2015
Abbildung 1: Einkäufe und Verkäufe über das Internet im internationalen Vergleich, 2015

Wie der Verband des Schweizer Versandhandels VSV ASVAD ausführt, wird im Detailhandel in der Schweiz in den letzten Jahren ein durchschnittlicher Umsatz von ca. CHF 96 Mia. erzielt. Der Online-Versandhandel erzielt gemäss VSV im Jahr 2015 einen Umsatz von CHF 7.2 Mia. Und wächst in den letzten Jahren im Schnitt zwischen 7 und 9 %. Gemäss Media Focus wurde im Bereich E-Commerce im letzten Jahr monatlich zwischen CHF 50 und 80 Mio. für Werbung ausgegeben.

Ein Mega-Trend im E-Commerce ist der Direktvertrieb von Herstellern. Gemäss des Credit Suisse Retail Outlooks von 2016 verfügen in der Schweiz bereits 60 % der Hersteller über einen Direktvertrieb. Mit dem Direktvertrieb erhoffen sich die Hersteller sowohl national als auch international positive Effekte bezüglich Image- und Markenpflege sowie einen besseren Zugang zu den Verwendern der eigenen Produkte Auch die Schaffung von Kundenerlebnissen durch die gewünschte (und exklusive) Inszenierung der Produkte steht für viele Unternehmen im Vordergrund. Auffallend ist, dass die Aussicht auf zusätzliche Umsätze oder höhere Margen für die Entscheidungsträger hierzulande im Gegensatz zum Ausland ebenso weniger Gewicht zu haben scheint als der Absatz von im Handel nicht gelisteten Artikeln. Überraschenderweise steht die reine Beschaffung von Konsumentendaten vor allem aus Schweizer Sicht aktuell beim Direktvertrieb nicht im Vordergrund, obschon durch den damit verbundenen direkten Kundendialog wertvolle Customer Insights gewonnen werden können.

Gemäss dem E-Commerce Report Schweiz 2016 der Fachhochschule Nordwestschweiz (8. Ausgabe) zeichnen sich folgende Trends im E-Commerce ab:

  • Dominanz von ausländischen Marktplätzen, Bewertungsplattformen und Suchmaschinenanbieter nimmt weiter zu: So könnte beispielsweise Amazon einen Webshop Schweiz oder einen Filter für in der Schweiz lieferbare Produkte einführen und den Marktanteil von ca. 8% deutlich steigern.
  • Schnellere, präzisere und effizientere Logistik: Cross-Channel-Konzepte ermöglichen Pick-up-Lösungen an immer mehr Orten oder Direktlieferungen zu einem bestimmten Zeitpunkt an einen bestimmten Ort.
  • Grossverteiler gewinnen Marktanteile: Galaxus Digitec (Migros) macht 2015 mit CHF 700 Mio. Umsatz und ist der grösste Online-Händler der Schweiz. Auch Coop und Manor und andere investieren in den Ausbau und in die Vermarktung des Online-Kanals.
  • Direktbestellungen im Ausland: Mit anhaltender Frankenstärke und verstärktem Preiskampf in der Logistik wird dieser Trend (Marktanteil im Jahr 2016 20 %) anhalten.
  • Kanalübergreifende Handelskonzepte: Offline und Online-Kanäle werden noch mehr kombiniert.
  • Zahlungsmethoden und Digital Wallets: Treiber ist die neue gemeinschaftliche Schweizer Mobile-Payment-Lösung unter dem Namen TWINT. Das Potential liegt beim immer noch hohen Anteil des Bezahlmittels «Rechnung» von ca. 80 %.

Wie kann man die Konversionsrate im E-Commerce erhöhen? Gemäss einer Umfrage der Post zusammen mit der Hochschule für Wirtschaft Zürich aus dem Jahr 2016 sind folgende Gründe wichtig (Reihenfolge entspricht der Wichtigkeit):

  • Zweckmässige Bezahlabwicklung
  • Gütesiegel
  • Kundendienst
  • Gratisversand und Retouren
  • Versand- und Abholmöglichkeiten
  • Kundenbewertungen
  • Word-of-Mouth

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Hier finden Sie sowohl unsere Quellenangaben sowie weitere Informationen zum Thema E-Commerce-Trends in der Schweiz:

 

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