Aus Krisen lernen! Auch aus dieser!

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In schwierigen Zeiten wie diesen, möchte ich ein paar persönliche Gedanken los werden, die mich seit einigen Tagen umtreiben. Es geht nicht direkt um die Corona-Krise, die uns seit einigen Tag und weitere Wochen sprichwörtlich festhält, sondern mehr darum, was wir bereits jetzt daraus lernen und für die Zeit danach umsetzen können.

Viele Selbständige und Unternehmen hat die Krise total auf dem falschen Fuss erwischt. Die Geschwindigkeit und Heftigkeit überraschte offenkundig alle. Die Bilder aus den Spitälern machen Angst, die zumindest bis vor kurzem teilweise vorhandene Ignoranz fassungslos. Der fast totale Stillstand führt unweigerlich zu finanziellen Schwierigkeiten oder zumindest Unsicherheiten, welche jetzt durch ein massives Wirtschaftshilfepaket gelindert werden. Das sind sehr gute Neuigkeiten für unzählige Unternehmen, auch wenn noch nicht gänzlich alles klar ist.

Fehlende Digitalisierung als Nachteil

Ich möchte den Fokus aber auf etwas anderes legen, auch wenn das für viele vielleicht zur Unzeit kommt: Die teilweise fehlende Digitalisierung und die nicht vorhandenen alternativen Absatz- und Vertriebswege von Angeboten und Dienstleistungen - sofern denn möglich! - ist jetzt für jene, die das bislang auf die lange Bank geschoben haben, zu einem grossen Problem geworden! Das mag viele gute und nachvollziehbare Gründe gehabt haben, ein im schlimmsten Fall wochenlanger Ausfall von Umsatz und Einkommen ist nun ein kräftiges Gegenargument.

Nun, wie gesagt, wird das wirtschaftliche Überleben in der Schweiz vorläufig gesichert, aber wie sieht es in ein paar Monaten aus - oder bei der nächsten Krise?

Möglichkeiten der Digitalisierung prüfen und umsetzen

Unabhängig von der aktuellen Situation macht es natürlich eh Sinn zu prüfen, ob weitere Absatz- und Vertriebswege für Angebote und Dienstleistungen möglich sind. Und in Zeiten, wo alle nur auf die Margen schauen, möchte man die Kosten natürlich tief halten.

Ich persönlich denke, dass es auch in der Verantwortung von jedem einzelnen Unternehmen (egal, ob gross oder klein) liegt, spätestens jetzt zu prüfen, ob es in naher Zukunft nicht doch den Schritt zu (mehr) Digitalisierung wagen will. Ja, das kostet Zeit, Geld und vielleicht sogar etwas Nerven. Aber ganz bestimmt nur einen Bruchteil dessen, was es jetzt kostet.

Wer mich kennt, weiss, dass ich kein Digitalapostel bin. Ich versuche immer, eine kritische Distanz zu wahren, weil einiges meines Erachtens in eine falsche Richtung läuft. Aber vieles eben auch nicht! Und genau dort liegt noch unglaublich viel Potential brach, was so viele Unternehmen jahrelang schlichtweg ignoriert haben.

Wie gesagt, liegen jetzt aber die Prioritäten anders! Die anderen Themen sollten dann aber nicht vergessen gehen!

Denn wenn man etwas positives von einer Krise entnehmen kann, dann das, dass sie einen für die Zukunft stärker machen soll und die gemachten Fehler sich nicht wiederholen!